Im Museum ein Blick in die Zukunft

A&W-Branchenanlass

Im Museum ein Blick in die Zukunft

9. September 2022 agvs-upsa.ch – Die Zukunft gehört dem Elektromobil, weil dessen Reichweiten heute ausreichend sind und der Verbrenner bald Geschichte ist. So lautet das Fazit der Diskussion im Rahmen des ersten Branchenanlasses des «A&W-Verlag» im Classic Car Center in Safenwil.

artikel_4.jpgZukunfts-Talk am ersten A+W-Branchenanlass (v.l.n.r.): Balz Eggenberger, Karin Schäfer, Moderator Stephan Klapproth und Thomas Sauter-Servais. Quelle: AGVS-Medien

kro. Der erste Branchenanlass des «A&W-Verlag» versprach, einen Blick in die Zukunft der Mobilität zu werfen. Unter der Leitung des wie gewohnt eloquenten Moderators Stephan Klapproth diskutierten der Mobilitätsforscher Thomas Sauter-Servais, Karin Schäfer, Head of Sales & Marketing der Firma Sun2Wheel, sowie Mobilitätsprofi Balz Eggenberger von der Fleetcompetence Group Schweiz über aktuelle Herausforderungen und künftige Lösungen.

Im Vordergrund von Stephan Klapproths Fragen stand die Ablösung des Verbrennungsmotors durch die Elektromobilität. Für Thomas Sauter-Servais ist der Fall klar: «Der Verbrenner hat keine Zukunft.» Aufgrund seiner Ausführungen stellte sich sogar die Frage, ob der Mobilitätsforscher überhaupt eine Zukunft des Autos sieht. Sauter-Servais ist der Ansicht, dass es grundsätzlich zu viele davon gebe, vor allem in der Stadt, und dass sie gerade dort keine Zukunft hätten. Die Städte müssten sich auf ein Klima einstellen, das mehr Grünflächen erfordern wird. Und diese Fläche, so Sauter-Servais, «muss vom Auto kommen». Als Beispiel für diese Entwicklung nannte er Paris, wo in den vergangenen Jahren zehntausende von Parkplätzen abgebaut wurden.

artikel_1.jpgGiuseppe Cucchiara, CEO des A&W Verlag AG, begrüsst die Gäste. Quelle: AGVS-Medien

E-Reichweiten sind ausreichend
Elektromobilität als Lösung für die Mobilität der Zukunft stand bei den beiden anderen Gästen von Stephan Klapproth im Vordergrund: Sun2Wheel bietet eine Lösung an, bei der die Batterien des Elektroautos den über Tag produzierten Strom speichert. Dieser wird über Solarpanels auf dem Dach erzeugt und kann abends und nachts genutzt werden – über eine intelligente Steuerung natürlich so, dass das Auto am nächsten Tag noch über ausreichende Ladung verfügt und genutzt werden kann. Damit, so Karin Schäfer, trage diese Lösung, wenn sie sich auf breiter Front durchsetzt, auch zu einer Stabilisierung des Stromnetzes bei und sei gerade im Hinblick auf die sich abzeichnende Energiemangellage eine probate Lösung. Noch ist Sun2Wheel ein Start-up, aber offensichtlich eines mit Zukunft.

Mit Strom hat auch Balz Eggenberger zu tun – aber nicht nur. Seine Firma berät Unternehmen im Flottenmanagement. Er sagt, dass die Elektromobilität seitens seiner Kunden signifikant häufiger nachgefragt werde: «Der Trend geht klar in Richtung reine Elektrofahrzeuge, weil die Reichweiten heute für die täglichen Bedürfnisse der Unternehmen ausreichend sind.» Und doch bleibt es vorerst beim Mix zwischen reinen Elektrofahrzeugen, Plug-in-Hybriden und Benzin- und Dieselfahrzeugen, «weil die Elektromobilität heute noch nicht wirklich in jedem Fall die passende Lösung ist», so Eggenberger. Für alle Teilnehmer am Talk war aber klar, dass dies nur eine Frage der Zeit sei. Übrigens auch für Moderator Stephan Klapproth, der den Verbrenner im Verlaufe der Diskussion vor 310 geladenen Gästen, die alle vom Auto leben, heute zum grössten Teil nach wie vor auf Basis des Verbrennungsmotors, auch mal als «Zombie» bezeichnete.

Abgerundet wurde der offizielle Teil durch den Auftritt des Schweizer Stand-up-Comedians Claudio Zuccolini. Anschliessend genossen die Anwesenden einen entspannten Abend netzwerkend bei einem ausgedehnten Stehdinner.

artikel_2.jpgQuelle: AGVS-Medien
 
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