Der Garagist geht leer aus

27. Dezember 2017 agvs-upsa.ch – Im Kampf gegen die Hochpreisinsel Schweiz will der Bundesrat die Importzölle für Autos, Haushaltgeräte, Körperpflegeprodukte oder Kleider aufheben. Aus liberaler Sicht sind die Pläne sicher zu begrüssen. Konkrete Folgen für die Garagisten haben sie kaum.
 
sco. Insgesamt würden «substanzielle Kosteneinsparungen von rund 900 Millionen Franken» angestrebt, die sowohl bei Unternehmen wie beim Privatkonsum anfallen sollen, teilte der Bundesrat in einer Medienmitteilung mit. Der «Blick» jubelte schon mal vorsorglich mit und titelte «Jetzt werden Kleider und Autos billiger». Bei näherem Hinsehen darf man feststellen: Der Berg hat eine Maus geboren.
 
Was viele Konsumenten nicht wissen: Autos werden nach Gewicht verzollt! Pro 100 Kilogramm Gewicht kostet die Einfuhr eines Autos 15 Franken. Bei einem Durchschnittsgewicht von 1700 kg würde der Preis also um 255 Franken sinken. AGVS-Zentralpräsident Urs Wernli: «Einen Boom werden diese 255 Franken nicht auslösen.» Auf 300‘000 Autos kommen so rund 75 Millionen Franken an Einsparungen für die Käuferinnen und Käufer zusammen. Denn die werden, so Wernli, vom Wegfall der Importzölle profitieren und nicht etwa die Händler: «Das geht direkt in den Markt. Der Wettbewerbsdruck ist zu gross.»
 
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