«Der AGVS ist professionell, innovativ und wichtig»

Interview mit Thomas Hurter

«Der AGVS ist professionell, innovativ und wichtig»

31. Dezember 2021 agvs-upsa.ch – Seit Oktober 2021 ist Nationalrat Thomas Hurter Zentralpräsident des AGVS. Er ist angetreten mit dem ­Anspruch, der Autobranche und damit dem Autogewerbe politisch mehr Gewicht zu verleihen. Nach 100 Tagen ist die Zeit da, erstmals den Puls zu fühlen.

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Quelle: ACS

kro. Herr Hurter, Sie sind jetzt Ihre ersten 100 Tage im Amt. Wenn Sie diese Zeit in 3 Wörtern zusammenfassen müssen, welche kommen Ihnen in den Sinn?
Thomas Hurter, AGVS-Zentralpräsident:
Aus den vielen, die mir spontan in den Sinn kommen, wähle ich: professionell, innovativ und wichtig.

Was genau war oder ist professionell, ­innovativ und wichtig?
Mit professionell meine ich, dass der AGVS sehr gut und professionell aufgestellt ist. Das bezieht sich sowohl darauf, wie gearbeitet wird, als auch auf die Organisation selbst. Zum Begriff professionell gehört auch mein Eindruck, dass sich die beiden Geschäftsbereiche Bildung und Branchenvertretung stark an den Bedürfnissen der AGVS-Mitglieder orientieren. Innovativ bezieht sich auf die Agilität der Autobranche und damit auch des Autogewerbes ganz generell. Es ist beeindruckend, wie immer wieder innovative Lösungen gefunden und umgesetzt werden. Und wichtig bezieht sich auf das, was die AGVS-Mitglieder täglich sicherstellen: den für unsere Gesellschaft und Wirtschaft wichtigen motorisierten Individualverkehr (MIV).

2022 steht unter anderem mit der Neuauflage des CO2-Gesetzes ein politisch kontroverses Thema auf der politischen Traktandenliste. Wie positioniert sich der AGVS zusammen mit seinen Partnerverbänden in dieser Frage? Wo ziehen Sie die «rote Linie»?
Grundsätzlich unterstützt das Autogewerbe die Bemühungen, den CO2-Absenkpfad weiterzuführen. klimaneutral zu werden und ist bereit, seinen Beitrag dazuzu leisten. Die rote Linie wird von uns aus gesehen dort überschritten, wo es nur noch um irgendeine Ideologie geht.

Was sind Ihre ­Ziele für den AGVS im Jahr 2022?
Seitens AGVS konzen­trieren wir uns auf zwei Hauptaufgaben: Die ­Berufsbildung weiter zu ­stärken und über unsere Bran­chenvertretung unseren Mitgliedern bei deren Transformation zum Mobilitätsanbieter tatkräftig zur Seite zu stehen. Darüber hinaus geht es auch darum, das Bewusstsein der Politik und der Bevölkerung für unsere innovative Branche zu stärken. Der MIV gerät politisch zunehmend unter Druck: so zum Beispiel Flächendeckend Tempo 30, weniger Parkplätze in den Städten, dies auch zulasten des lokalen Gewerbes neben vielen anderen Begehrlichkeiten und Einschränkungen. Von links-grüner Seite wird zum Teil noch mehr gefordert. Hier werden wir zusammen mit unseren Partnern über Aufklärung Gegensteuer geben. 

Täuscht unser Eindruck oder spielt die Antriebstechnologie in der Diskussion über den MIV bereits keine Rolle mehr? So nach dem Motto: Egal, ob Diesel oder Elektro: MIV ist per se schlecht…
Ja, das ist leider teilweise so, nicht zuletzt auch aufgrund der manchmal einseitigen Berichterstattungen in den Medien. Vieles davon ist politisch motiviert. In Bezug auf die Antriebsfrage bin ich aber überzeugt, dass es eine Technologieoffenheit braucht und wir uns die Möglichkeiten, die andere Technologien zur CO2-Reduktion beitragen können, nicht verbauen sollten. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass gerade die vergangenen Monate gezeigt haben, wie innovativ die gesamte Automobilbranche reagieren kann. 

Am 18. Januar 2022 sind Sie erstmals Gastgeber des «Tag der Schweizer Garagisten». Die Tagung ist erneut ausverkauft. Worauf freuen Sie sich an diesem Tag am meisten?
Am meisten freue ich mich darauf, viele spannende Persönlichkeiten zu treffen, die täglich unsere Mobilität garantieren und mit Mut, Unternehmergeist und Innovation die Krise der vergangenen zwei Jahre meisterten. Ich freue mich auf viele gute Gespräche, Freude zu haben und mit Zuversicht in die spannende Zukunft der Mobilität zu blicken. 

Das ganze Interview lesen Sie in der Januar-Ausgabe von AUTOINSIDE
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