Batterien und Motoren bremsen Autos aus

25. April 2019 agvs-upsa.ch – Die Autobatterie und Defekte am Motor und dem Motorenmanagement bleiben die häufigsten Pannenursachen. Das zeigt die Pannenstatistik des ADAC.

Die Pannenursachen von 1998 und 2018 im Vergleich. (Grafik ADAC)

abi/pd. Was früher der Keilriemen war, ist heute die Elektrik der Autos: Sie ist der Hauptgrund, weshalb ein Auto nun liegen bleibt. Wie aus der ADAC-Pannenstatistik für das Jahr 2018 hervorgeht, betrafen 52,1 Prozent der Pannen im Jahr 2018 die Elektrik. Davon entfielen allein 42 Prozent auf die Autobatterie, die damit die insgesamt häufigste Pannenursache ist. 

Vor 20 Jahren war die Elektrik noch für knapp einen Drittel der Pannen verantwortlich. Der Automobilclub vermutet den Hauptgrund für die Zunahme in der stark gestiegenen Zahl der elektrischen Verbraucher beziehungsweise Steuergeräte, die die Batteriemanagementsysteme überfordern.

Knapp jede fünfte Panne (19 Prozent) betraf Defekte am Motor und dem Motorenmanagement – also Probleme mit der Einspritzung, Sensorik oder Zündung. Der ADAC betont, dass sich die Technik der Motoren und Einspritzsysteme in den letzten Jahren deutlich verbessert habe, «so dass es hier seltener zu Ausfällen kommt». Das gelte auch für die neuen elektronischen Zündsysteme. Das zeigt sich auch in der Statistik: 1998 kamen noch 32,5 Prozent der Pannen aus diesem Bereich. Mit 14 Prozent auf Platz drei folgen Pannen bei Lenkung, Carrosserie, Bremsen, Fahrwerk oder Antrieb.

11'000 Einsätze pro Tag
Bezüglich Zuverlässigkeit listet der ADAC mehrere Modelle auf, die in einem oder mehreren Baujahren schlecht abschnitten. Dabei waren die 2009er Ford S-Max mit einer Pannenhäufigkeit von 113 pro 1000 Fahrzeugen besonders auffällig. Bei den ganz jungen Fahrzeugen ist laut ADAC noch immer der Nissan Qashqai aus 2015 und 2016 der grösste Problemfall: «30 beziehungsweise 40 havarierte Fahrzeuge pro 1000 Zulassungen sind ein Vielfaches über dem, was gleich alte Modelle anderer Hersteller bieten», teilte der Automobilclub mit. Der Grund: Die Batterieprobleme seien beim Qashqai seit Jahren bei jungen Fahrzeugen der Pannentreiber.

Insgesamt rückten die ADAC-Strassenwachtfahrer und die ADAC-Mobilitätspartner über 3,9 Millionen Mal aus. Sie leisteten durchschnittlich pro Tag knapp 11'000 Einsätze. 400 der Einsätze betrafen liegen gebliebene E-Fahrzeuge. Da der Bestand auf deutschen Strassen noch relativ gering sei, habe sich auch das Pannenvolumen in diesem Segment in Grenzen gehalten.

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