Zwei Kindersitze fallen durch die Sicherheitstests

25. Oktober 2017 agvs-upsa.ch - Im aktuellen TCS-Kindersitztest wurden 17 Kindersitze aus allen Gewichtsklassen untersucht, darunter fünf Modelle mit «i-Size»-Zulassung. 15 Testprodukte haben die Bewertung «empfehlenswert» oder besser erhalten, die beiden anderen Produkte haben bei den Sicherheitstests völlig versagt, wie der TCS mitteilt.


Der TCS rät: Nur mit einem richtigen Einbau kann der Sitz das Kind bei einem Unfall bestmöglich schützen.

pd. Sämtliche Produkte wurden bezüglich Sicherheit, Bedienung, Ergonomie, Schadstoffgehalt sowie Reinigung und Verarbeitung geprüft und bewertet, teilt der TCS in seiner aktuellen Medienmitteilung mit. Die mindestens als «empfehlenswert» eingestuften Modelle übertreffen die gesetzlichen Vorschriften zum Teil deutlich, die Anforderungen des Verbraucherschutztests wurden bei ihrer Entwicklung berücksichtigt. Dies trifft auf die getesteten Modelle von Cybex, GB, Nuna, Klippan, Concord, Joie, Maxi-Cosi und Chicco zu sowie auf fast alle von Recaro.

Als «nicht empfehlenswert» bewertet wurden der Jané Grand und der Recaro Optia & Smart Click Base. Beide haben beim Frontalaufpralltest versagt. Jané bietet aufgrund dieser Resultate eine Überprüfung der bereits ausgelieferten Kindersitze an, Recaro einen kostenfreien Umtausch. 

Beidseitig montierbare Kindersitze
Es kommen vermehrt Kindersitze in den Handel, die sowohl in Fahrtrichtung wie auch entgegen der Fahrtrichtung montiert werden können – auch die getesteten Produkte GB Vaya i-Size, Nuna Rebl Plus i-Size und Recaro Zero.1 Elite bieten diese Option. Es sollte jedoch vermieden werden, den Sitz zu früh nach vorne zu drehen, nur weil dann das Anschnallen des Kindes einfacher ist. Kindersitze sollten idealerweise bis zum Altern von etwa zwei Jahren immer entgegen der Fahrtrichtung montiert werden, um das Verletzungsrisiko bei einem Frontalunfall zu reduzieren.
 
TCS-Tipps für Kauf und Bedienung
Nicht jeder Kindersitz passt zu jedem Auto. Deshalb sollte man sich vor dem Kauf über das entsprechende Angebot informieren, etwa indem man die TCS-Kindersitztests der letzten Jahre konsultiert. Zudem empfiehlt es sich, mit dem eigenen Fahrzeug zum Händler zu fahren und die in Frage kommenden Modelle vorgängig auszuprobieren. Dabei sollten folgende Punkte beachtet
werden:

► Der Kindersitz muss möglichst stramm und standsicher im Fahrzeug eingebaut werden können. Vor allem bei älteren Fahrzeugen können etwa lange Gurtschlossbefestigungen dazu führen, dass sich der Sitz nicht stabil anschnallen lässt.
Um eine optimale Rückhaltung zu gewährleisten, sollten Gurte möglichst geradlinig verlaufen und keine Falten werfen.
 Insbesondere bei Babyschalen sollte geprüft werden, ob die Gurtlänge im Fahrzeug ausreicht, um den Sitz sicher anschnallen zu können. Ist der Gurt zu kurz für eine herkömmliche Babyschale, lässt sich eventuell eine mit separater Basis montieren.
 Bei Sitzerhöhern mit Rückenstütze kommt es teilweise vor, dass sich der Gurt nicht mehr selbständig aufrollt, wenn sich das Kind nach vorne beugt. In diesem Fall sollte man einen anderen Kindersitz ausprobieren, bei dem die Position der Schultergurtführung besser zur Gurtgeometrie des Autos passt.
 Kindersitzmodelle mit semi-universaler Zulassung (z.B. alle Kindersitze mit Stützfuss) können nicht in sämtlichen Fahrzeugen montiert werden. Diesen Produkten liegt allerdings meistens eine Typenliste mit den passenden Fahrzeugen bei.

 

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