Spannende Herausforderungen für die Garagisten in der Zukunft

Roundtable-Gespräch

Spannende Herausforderungen für die Garagisten in der Zukunft

28. Februar 2017 agvs-upsa.ch - Die drei grossen Player ESA, Hostettler Autotechnik AG und SAG setzten sich vor dem Auto-Salon an einen Tisch, um mit AUTOINSIDE über die Herausforderungen der Zukunft zu diskutieren. Hier lesen Sie einen Auszug.


Gute Stimmung: V. l. Severin Kollros (Hostettler), Gérard Georges (ESA) und Sébastien Moix (SAG).
 

sco/srh. Die ESA, Hostettler Autotechnik AG sowie die SAG mit Derendinger, Matik, Technomag und Wälchli+Bollier sind am Auto-Salon in der Halle 7 präsent, die in diesem Jahr ein neues Konzept hat. Was dürfen wir erwarten?
Severin Kollros (Hostettler): Es geht für uns alle um die Kundenbeziehung. Sie ist enorm wichtig und steht im Fokus. Dazu präsentieren wir einige Neuheiten. Generell wird dem Besucher in der Halle 7 enorm viel Know-how vermittelt. Man wird viele Gespräche mit wichtigen Playern im Markt führen können. Diese geballte Kompetenz an einem Ort ist für das Fachpublikum sehr vorteilhaft.
Gérard Georges (ESA): Mit dem Auto-Salon haben wir in der Schweiz seit mehr als 80 Jahren einen riesigen Anlass, den jeder besucht, der autoaffin ist. Günstiger und einfacher als am Auto-Salon kommt man mit seinen Kunden nirgends in Kontakt. Wer indes wie vor 20 Jahren mit ehrgeizigen Umsatzzielen an den Salon reist, wird enttäuscht sein. Diese Zeiten sind vorbei. Die Kunden kommen nach Genf, wollen mit den Zulieferern sprechen, sich mit Berufskollegen austauschen und einfach einen Tag geniessen.
Sébastien Moix (SAG): Der Auto-Salon ist die Kommunikations-­Plattform der Branche – und das seit Jahrzehnten. Allerdings stelle ich fest, dass mittlerweile viele Leute nicht mehr jedes Jahr nach Genf fahren. Die Halle 7 verliert jedes Jahr etwas an Attraktivität, weil jedes Jahr einige Aussteller nicht mehr kommen. Das ist bedauerlich. Für die bestehenden Aussteller ist es wichtig, dass die Halle 7 attraktiv bleibt, damit die Garagisten etwas Zeit in den Besuch dieser Halle investieren. Uns ist bewusst, dass die Garagisten nicht wegen der Halle 7 kommen, sondern wegen den Hallen 1 bis 6. Aber wenn sie müde Beine und etwas Hunger haben, kommen sie zu uns, um sich zu setzen, sich zu verpflegen und Gespräche mit unseren Leuten zu führen.

So wie sich das Gesicht der Halle 7 in den letzten Jahren verändert hat, verändert sich auch das Berufsbild des Garagisten – vom Verkäufer und Reparateur zum ganzheitlichen Mobilitätsdienst­leister. Ist diese Entwicklung für Sie als Zulieferer spürbar?
Kollros: Auf unser Geschäft hat diese Entwicklung noch keinen direkten Einfluss. Unsere Garagisten sind im Servicebereich aber sicherlich gefordert. Sie entwickeln sich zum Service-Dienstleister. Ich denke dabei von einfachen Hol- und Bringdiensten bis hin zu Rent-to-use. Das geht mit den steigenden Ansprüchen seitens der Kunden einher.
Moix: Der reine Handwerker, der sich auf Wartung und Reparatur konzentriert, wird ein Mobilitätsdienstleister. Man kann das am Beispiel des Reifenhotels illustrieren: Vor zehn bis fünfzehn Jahren kannte man das nicht und heute muss man das anbieten, wenn man im Reifengeschäft erfolgreich sein will. Solche Zusatz-Dienstleistungen braucht der Garagist, weil seine Rendite im traditionellen Geschäftsfeld schwindet.
Georges: Der Automobilist erwartet von seinem Garagisten eine Rundumbetreuung: Dieser holt das Auto beim Kunden ab, reinigt es, gibt dem Kunden Tipps, wie er ökologischer fahren kann, und bietet ihm passende Lösungen für die Zeit, in der sein Wagen in der Werkstatt steht – nicht nur einen Ersatzwagen, sondern vielleicht auch einen Einkaufsservice. Diese Services erlebt der Kunde tagtäglich in anderen Industrien. Das sind sich viele Garagisten nicht gewohnt. Sie führen ja keinen Restaurations- oder Hotelleriebetrieb, sondern einen Reparaturbetrieb. Hier versuchen wir, die Garagisten zu sensibilisieren und an dieses sich wandelnde Berufsbild heranzuführen.

Das gesamte Roundtable-Gespräch lesen Sie in der März-Ausgabe des AUTOINSIDE.

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