So teuer ist Autofahren in der Schweiz

15. Februar agvs-upsa.ch – Die Schweizer Automobilisten und Automobilistinnen geben im Durchschnitt rund 650 Franken pro Monat für ihr Auto aus. Damit liegt die Schweiz im oberen Drittel.

pd. 4,52 Millionen Personenwagen sind in der Schweiz zugelassen. Die Notwendigkeit zur Mobilität lassen sich Unternehmen und Privathaushalte einiges kosten: Im Schnitt geben Besitzer eines Klein- oder Mittelklassewagens rund 650 Franken im Monat für ihr Fahrzeug aus. Das ergibt der Car Cost Index des Fuhrparkmanagement-Spezialisten LeasePlan, der im Rahmen seines alljährlichen «Mobility Monitors» Zukunftstrends rund um das Thema Mobilität analysiert.

Fahrzeug-Besitzer haben kaum Einfluss auf Kosten
Anschaffung, Wertverlust, Reparaturen und Instandhaltung, Versicherung, Steuern sowie Treibstoff sind monatliche Ausgaben, die das Budget jedes Fahrzeughalters belasten. «Bei den Mobilitätskosten lässt sich nur an wenigen Stellschrauben drehen, denn bei rund 84 Prozent der monatlichen Ausgaben handelt es sich um Fixkosten. Auf diese haben weder Privatpersonen noch Firmen einen grossen Einfluss», erklärt Nigel Storny Geschäftsführer der LeasePlan (Schweiz) AG. Auch die Entscheidung «Benzin oder Diesel» hat nur wenig Auswirkung auf die laufenden Fahrzeugunterhaltskosten. «Da sich in den vergangenen Jahren die Treibstoffpreise zunehmend angenähert haben, wird die kleine Ersparnis, die ein Benziner an der Zapfsäule bringt, von der höheren Steuer und dem in der Regel höheren Verbrauch im Vergleich zu einem Dieselaggregat oft wieder aufgefressen. Auch, wenn sich die Schweizer monatlich ihr Auto einiges kosten lassen – im Europavergleich gibt es dennoch mehrere Länder, die höhere monatliche Ausgaben aufbringen müssen.»

Betriebskosten in den nordischen Ländern am Höchsten
Richtig tief in die Tasche müssen laut dem Car Cost Index vor allem Fahrzeugbesitzer in Norwegen, Finnland, Dänemark und überraschenderweise Italien greifen. Durchschnittlich 750 Franken im Monat fallen in Norwegen für einen Klein- oder Mittelklasse Personenwagen an. Die zusätzlichen Mehrkosten lassen sich insbesondere durch höhere Steuern (u.a. Motorfahrzeug- und Mehrwertsteuer) und Wertverlust erklären. In Ländern wie Norwegen, in denen nachhaltige Mobilität im Fokus steht und Elektro- und Hybridantriebe stark subventioniert werden, sind die Kosten für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren dementsprechend höher», erklärt Storny.
Wesentlich günstiger sind Autofahrer in Osteuropa mobil. In Ungarn, der Tschechischen Republik und Rumänien sind die Kosten für Diesel oder Benziner signifikant geringer und liegen bei 396 Franken im Monat.

Versicherungsleistungen sowie Wertverlust in der Schweiz besonders hoch
Neben Österreich und Italien gehört die Schweiz im Ländervergleich zu den Spitzenreitern in Sachen Versicherungskosten. Beim Wertverlust zeigt sich ein ähnliches Bild – lediglich in Dänemark ist der Wert nochmals deutlich höher. Privatpersonen empfiehlt Storny, sich Zeit zu nehmen, die unterschiedlichen Anbieter und Leistungen genau zu vergleichen. Unternehmen, die die Kosten ganzer Flotten tragen müssen, können mit einem Spezialisten an der Seite ihre Ausgaben drosseln: «Professionelle Fuhrparkmanager kennen den Markt wie ihre Westentasche und können die Unternehmensflotte ganz auf die Bedürfnisse und Anforderungen ausrichten. So lassen sich nicht nur bares Geld sparen, sondern auch viel Zeit und Nerven», so Storny.

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