Rekordjahr für den Schweizer Occasionshandel



16. Dezember 2016 agvs-upsa.ch – Der Schweizer Occasionshandel entwickelte sich im ablaufenden Jahr besser als dies zu erwarten war: Zu diesem Schluss gelangt auto-i-dat ag, die Schweizer Marktführerin im Bereich Fahrzeugdaten.


Gemäss ihrer Hochrechnung per Ende Jahr werden 2016 insgesamt mehr als 750‘000 Personenwagen den Halter gewechselt haben. Das bedeutet, dass 2016 mit einem Plus von 2,37% gegenüber Vorjahr das beste Occasions-Jahr sein wird, seit die Zahlen von Halterwechseln von auto-i-dat ausgewertet werden.

Bei allem Erfolg: Das Occasions-Jahr 2016 unterlag grossen Schwankungen. Im ersten und zweiten Quartal zeichnete sich bereits ein sehr gutes Resultat ab. Im dritten Quartal brach der Occasionshandel jedoch um -0,3% gegenüber Vorjahr ein. Das vierte Quartal erholte sich wiederum leicht, womit trotz des Einbruchs eine positive Endabrechnung vorliegen dürfte.

Kein Licht ohne Schatten: auto-i-dat stellt bei ihrer Analyse fest, dass immer mehr Fahrzeuge nicht mehr über den traditionellen Handel, sondern immer öfter von Privat zum Verkauf angeboten werden. Dieses Phänomen dürfte verschiedene Gründe haben. Einer davon ist sicherlich, dass es heute sehr einfach und kostengünstig ist, Fahrzeuge auf den verschiedenen Börsen und Online-Plattformen zu inserieren. Andererseits scheint für viele professionelle Händler der Handel mit Occasionen immer weniger interessant, da die Margen auch bei den Gebrauchtwagen unter Druck geraten. Daher kann auch trotz hohen Halterwechselzahlen keine Entwarnung im Occasionshandel gegeben werden: Auch das kommende Jahr dürfte nicht einfach werden. Das Angebot an guten Gebrauchtwagen ist zwar hoch, das zeigen die seit geraumer Zeit steigenden Standzeiten, aber die Margen dürften sich auch 2017 nicht merklich erholen.
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