Ein Entscheid für eine CO2-arme Stromversorgung

27. November 2016 agvs-upsa.ch - Der AGVS zeigt sich erfreut
über das Nein des Schweizer Stimmvolks zur Volksinitiative «Für den geordneten
Ausstieg aus der Atomenergie». Die Schweizerinnen und Schweizer haben sich für
Versorgungssicherheit und für eine CO2-arme Stromproduktion entschieden.


Der AGVS hatte sich im Abstimmungskampf klar gegen einen übereilten Ausstieg aus der
Kernkraft ausgesprochen und freut sich über das Verdikt an der Urne. «Um für das Wachstum
der Elektromobilität gerüstet zu sein, benötigt die Schweiz eine zuverlässige und
emissionsarme Stromversorgung», sagt Zentralpräsident Urs Wernli. «Nur so können
Elektroautos ihre CO2-einsparende Wirkung entfalten.» Mit dem aktuellen Strom-Mix aus rund
60 Prozent Wasserkraft, einem Drittel Atomenergie und rund 4 Prozent alternativer Energien
verfügt die Schweiz heute über einen der niedrigsten CO2-Ausstösse aus der Stromversorgung
in Europa.

Energiestrategie 2050

Die Energiestrategie 2050 des Bundes strebt einen schrittweisen Ersatz der Kernkraft durch
effizienteren Verbrauch und erneuerbare Energien an. So besteht genügend Zeit, die
Produktionskapazitäten für Strom aus erneuerbaren Quellen auszubauen. Bei Annahme der
Initiative hätten schon 2017 die Kernkraftwerke Mühleberg, Beznau I und II heruntergefahren
werden müssen. Zwölf Prozent der Inlandproduktion wäre weggefallen und Strom hätte
importiert werden müssen – hauptsächlich aus französischen Atomkraftwerken und deutschen
Kohlekraftwerken.

Die Schweizer Kernkraftwerke wären vor dem Ende ihrer technischen Lebensdauer ausser
Betrieb genommen worden. Der AGVS ist froh, dass der Schweizer Souverän dieser
volkswirtschaftlich schädlichen Hauruck-Übung eine Absage erteilt hat.
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