Diesel-Occasionen: Wie lange bleiben die Preise noch stabil?

1. Juni 2017 agvs-upsa.ch – Mobile.de warnt vor einem bevorstehenden Preisrutsch bei gebrauchten Dieselautos in Deutschland. Wie sieht es in der Schweiz aus? Wir fragten bei Wolfgang Schinagl vom Fahrzeugdatenspezialisten Auto-i-dat nach.
 
mbo. Diesen Sommer könnte in Deutschland der oft erwartete, bisher aber nicht eingetretene Preisrutsch bei gebrauchten Dieselautos eintreten. Darauf deuten Daten hin, welche die Gebrauchtwagenbörse Mobile.de für die deutsche Fachzeitschrift «Automobilwoche» analysiert hat. Noch seien die Preise relativ stabil, aber wahrscheinlich werde sich am Markt einiges bewegen, so ein Mobile.de-Experte.
 
Auch die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) beschäftigt sich mit dem Dieselmarkt. DAT befragte im Mai über 700 Händler in Deutschland unter anderem nach ihrem Nachlassverhalten bei Gebrauchtwagenverkäufen. Über die Hälfte gab an, Diesel-Gebrauchtwagen mit höheren Rabatten zu verkaufen. Die Händler reagierten damit auf die permanente Zunahme der Standtage für Diesel-Fahrzeuge, welche in Kombination mit den daraus resultierenden Kosten ihre Handelsmargen erheblich belasteten, sagt ein DAT-Daten-Spezialist.
 
Und in der Schweiz? Gemäss Wolfgang Schinagl, Geschäftsführer des Schweizer Fahrzeugdatenspezialisten Auto-i-dat AG, müssen sich die Schweizer Garagisten und Händler keine Sorgen machen. Die Preise für gebrauchte Diesel seien nach wie vor stabil. Es sei eine gleich grosse Nachfrage festzustellen, so Schinagl. «Der Diesel scheint im Occasionenhandel keinen Schaden genommen zu haben. Der niedrige Verbrauch und das Drehmoment sind nach wie vor gefragt. So gesehen wird es dem Diesel noch lange gut gehen. Zumal es in der Schweiz keine staatliche Regulierung gibt und sich auch nichts in dieser Richtung abzeichnet.»
 

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