Auto-Salon 2018: Swiss Automotive Group kürzt ab!

22. August 2017 agvs-upsa.ch - Kurz oder lang? Im Gespräch mit den AGVS Medien lassen Sandro Piffaretti, CEO der Swiss Automotive Group (SAG), und VR-Präsident Olivier Métraux die Bombe platzen: Die Swiss Automotive Group wird am Auto-Salon 2018 an der verkürzten SAA-Expo ausstellen!
 
sco/kro. Die Frage sorgt seit Jahren für rote Köpfe in der Branche: Wie lange ist lange genug? Für viele Aussteller ist eine zweiwöchige Fachmesse ein Kraftakt, der kaum zu bewältigen ist. Insbesondere KMU klagten über den grossen Personalaufwand, den eine 13-tägige Präsenz in Genf erfordert, und wünschten sich eine kürzere Messe. Auf der anderen Seite machte das Branchen-Schwergewicht ESA stets klar, dass die Dauer der Ausstellung nicht verhandelbar sei. Die ESA argumentiert, sie brauche die 13 Ausstellungstage (inkl. Pressetagen), um ihre rund 7000 Genossenschafter nach Genf einladen zu können.
 
Als Kompromiss wurde 2017 erstmals die SAA-Expo durchgeführt – eine siebentägige Kurz-Messe in Halle 7, für die sich ein gutes Dutzend Aussteller entschlossen. Die SAA-Expo steht auch nächstes Jahr wieder auf dem Programm. Erst im Juli bestätigte SAA-Präsidentin Bernadette Langenick gegenüber agvs-upsa.ch, dass die SAA-Expo doppelt so gross sein werde wie im Vorjahr.
 
SAG und ESA auf getrennten Wegen
Nun ist klar, warum sie derart wächst. Die Swiss Automotive Group (SAG) mit ihren Hauptmarken Derendinger und Technomag wird 2018 an der Kurzmesse ausstellen! CEO Sandro Piffaretti erklärt: «Es ist ein Fakt, dass wir uns in einem sehr fragmentierten Markt mit sehr guten, spezialisierten, aber oft auch sehr kleinen Teilnehmern befinden. Diese kleineren Firmen können nicht zwei Wochen lang schliessen, um in Genf präsent zu sein.» Für die SAG stelle sich also die Frage, wie die Messe in Halle 7 aussehen solle: «Wollen wir eine Fachmesse, an der auch diese Nischen-Player vor Ort sind? Ja, wir von der SAG wollen das. Wir wollen uns messen an den Mitbewerbern. Oder wollen wir eine Veranstaltung zweier grosser Firmen? Wenn wir das wollen, können wir die Messe auch einen Monat lang machen. Aber das ist nicht der Sinn der Sache.»
 
Damit gehen die ESA und die SAG, die Nummern 1 und 2 im Schweizer Zulieferermarkt, getrennte Wege. Hostettler, die Nummer 3, bleibt 2018 wie die ESA während der ganzen Salon-Dauer in Genf. Bei der SAG mache man sich keine Sorgen, das Feld ohne Not der Konkurrenz zu überlassen, meint VR-Präsident Olivier Métraux: «Das sollte kein Problem sein. Auch in sieben Tagen bleibt den Garagisten genügend Zeit, uns zu besuchen.» Jemand müsse den ersten Schritt machen.
 
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