72. ordentliche Mitgliederversammlung in Bern: Die Welt der Mobilität im Wandel

21. Juni 2017 agvs-upsa.ch - Die 72. Mitgliederversammlung von «strasseschweiz – Verband des Strassenverkehrs FRS» stand im Zeichen der grossen Veränderungen in der Mobilität und bei den Verkehrsträgern, wie sie sich aufgrund von gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen sowie der aktuellen ökologischen Rahmenbedingungen abzeichnen. Zur gesamtheitlichen Formulierung und für eine verbesserte Koordination der gemeinsamen Interessen seiner Mitglieder gab sich der Dachverband des privaten Strassenverkehrs, der Automobilwirtschaft und des Strassentransportgewerbes eine neue Struktur der Entscheidungsorgane sowie der Trägerschaft.
 
pd. Der Präsident von strasseschweiz Rudolf Zumbühl stellte in seiner Begrüssungsansprache vor den versammelten Vertretern der Verbände des Strassenverkehrs, der Automobilwirtschaft und  des Strassentransportgewerbes fest, dass mit dem Volksentscheid zum Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds NAF die Verkehrsträger Strasse und Schiene verfassungsrechtlich gleichberechtigt Seite an Seite stehen. Für die Politik sei dies der Auftrag zum ganzheitlichen Blick auf Verkehr und Mobilität in unserem Lande und zum Verzicht auf den einseitigen Röhrenblick, mit dem ein Verkehrsträger nur gut, der andere nur schlecht gesehen wird. «Was die Wirtschaft schon längst begriffen hat, nämlich Verkehrsträger und Verkehrsmittel nach ihren Stärken einzusetzen und nicht nach ihren ideologischen Präferenzen, wurde nun endlich politisch nachvollzogen», kommentierte Rudolf Zumbühl die verkehrspolitische Ausgangslage und warnte gleichzeitig vor übertriebenen Erwartungen bei der raschen Beseitigung der bestehenden Verkehrsprobleme, ins- besondere der zunehmenden Verkehrsstaus auf dem Strassennetz.
 
Die Mobilität stehe mitten in einem grossen Umbruch. Konkret manifestieren sich die Umwälzungen in der Elektrifizierung des motorisierten Personenverkehrs, in der Digitalisierung der Fahrzeuge und der Mobilität im Allgemeinen sowie in den neuen Formen der Sharing-Lösungen als zentraler Bestandteil einer digital organisierten Mobilitätskette. Zumbühl gab sich überzeugt, dass diese Veränderungen in der Welt der Mobilität Auswirkungen für die Mitglieder von strasseschweiz haben werden.
 
Vor diesem Hintergrund hat die Dachorganisation des privaten Strassenverkehrs ihre Strategie neu ausgerichtet. Zusammen mit den Führungsorganen der grossen Mitgliederverbände von strasseschweiz wurde eine neue Strategie entwickelt und gestützt darauf ein Vorschlag für strukturelle Änderungen im Verband formuliert, in der künftig die strategisch Verantwortlichen der Trägerorganisationen die gemeinsame Ausrichtung der Verbandspolitik definieren und die grossen Mitgliederverbände generell stärker als bisher in die Entscheidungsfindung von strasseschweiz einbezogen werden.
 
Die Mitgliederversammlung von strasseschweiz genehmigte mit einer umfassenden Statutenrevision diese Neuausrichtung und führte die Wahlen in das Präsidium und in den Vorstand durch. Zum Präsidenten für die Dauer eines Jahres wurde Peter Goetschi, Zentralpräsident TCS, gewählt. Der bisherige Präsident Rudolf Zumbühl wurde nach insgesamt fünfjähriger Amtszeit ehrenvoll verabschiedet.
 
Im Anschluss an die Jahresversammlung referierte Prof. Dr. Hans Lichtsteiner, Direktor Weiterbidung und Beratung des Verbandsmanagement-Instituts der Universität Freiburg, zum Thema: «Der moderne Verband – Möglichkeiten und Grenzen».
 
 
Feld für switchen des Galerietyps
Bildergalerie