«Das war eine Ehre und sorgte für grosse Augen»

30. Oktober 2017 agvs-upsa.ch – Andere Länder, andere Werkstätten. Diese Erfahrung machten Thomas Gut und Stefan Eberhard während ihrem «Jobtausch» in Kenia, wie am Freitag auf SRF 1 zu sehen war.


 
srh. Am 27. Oktober 2017 hatte die Thomann Nutzfahrzeuge AG einen prominenten Auftritt im Schweizer Fernsehen. Zwei Mitarbeiter waren im Rahmen der Fernsehsendung «Jobtausch» im Juni während einer Woche in Kenia im Einsatz. Im Gegenzug kamen zwei kenianische Mechaniker nach Schmerikon. «Es war eine sehr intensive Woche», erinnert sich Luzi Thomann, der selber einmal zwei Jahre in Namibia gearbeitet hat. Die beiden kenianischen Gäste erlebte er als extrem begeisterungsfähig. «Dass wir im Betrieb gemeinsam den ‹Znüni› einnehmen, war für sie ein neues, spezielles Erlebnis.»

Stefan Eberhard und Thomas Gut lachen, wenn sie an ihr Abenteuer in Kenia zurückdenken. «Die Werkstatt war ein Hinterhof und der Boden öldurchtränkter Lehm», erzählt Eberhard. «Das Ersatzteillager war eine Wellblechhütte, in der die Teile auf den Regalen liegen – alt neben neu.» Werkzeug sei ohnehin rar gewesen. «Jeder Mechaniker hatte seine Schuhbox, die er abschloss. Das ist sein Heiligtum», so Gut. Als besonderes Privileg hätten sie das Multiset des Chefs benutzen dürfen: «Das war eine Ehre und sorgte für grosse Augen.»

Auch in Sachen Ordnung erlebten Gut und Eberhard einige ungewöhnliche Storys: «Sie zerlegten ein Automatengetriebe und dieses fiel sicher dreimal um. Irgendwie setzten sie es zusammen und es funktionierte.» Ausserdem seien während der ganzen Woche zwei Motoren in Einzelteilen auf dem Boden gelegen. «Am Freitag setzten sie ihn wieder zusammen – und er lief», erzählt Gut lachend.

Probefahrt durch die Innenstadt
Nicht nur die Werkstatt und ihre Ausrüstung waren abenteuerlich. Gleich zweimal wurde ein Teil des Filmteams verhaftet. «Zum ersten Mal schon auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt: Wir standen auf der Überholspur, während die Polizei mit unserem Chauffeur sprach. Beim zweiten Mal passierten wir mit laufender Kamera ein Polizeigebäude, worauf sofort Polizisten mit Gewehren heranstürmten. Als wir ihnen die Dreherlaubnis zeigten, war alles wieder gut.» Mit leicht mulmigem Gefühl erinnern sie sich auch an eine Probefahrt durch die Innenstadt: «Wir fuhren über 100 km/h – auch an der Polizei vorbei. Der Chef sagt nur: ‹Das ist ein Rallyeauto, da muss man schnell fahren.›»

In Erinnerung bleibt die Gastfreundschaft. «Wir wohnten bei der Managerin, die uns ihr Schlafzimmer zur Verfügung stellte und selber auf der Couch schlief.» Und ohne Frühstück hätten Gut und Eberhard das Haus auch nie verlassen dürfen. Am letzten Tag besuchten die beiden Thomann-Mechaniker ohne Filmteam einen Safaripark in der Nähe von Nairobi. «Das war eine Herzensangelegenheit des Chefs», so Gut.

Sendung verpasst? Hier nachschauen: SRF Jobtausch.

Lesen Sie mehr über die Thomann Nutzfahrzeuge AG in der November-Ausgabe von AUTOINSIDE.
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